Cornelia-Anna-Maria Hammer
Schauspielerin


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                                                                                                                                                                                                        Nummer 1  .  Montag , 2. Januar 2006   30
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Seitensprünge im "Sündigen Dorf"

Chiemgauer Volkstheater begeistert in Max-Reger-Halle 900 Zuschauer - Heimspiel für Cornelia Hammer

 

VON HELMUT KUNZ                                                    

Weiden. Bei den Stangassingers im "SündigenDorf"
plumpsten die Gags mit Riesenradau von der  Decke. 
Lädiert  war  vor  allem  der  Senior-Bauer  Thomas,  dem es beim "Chiemgauer Volkstheater" in der Max-Reger-Halle ganz schön an den Kragen ging.   Der sich zum Pandoffelheld  gewandelte  Ex-Lüstling  hatte doch tatsächlich vor 20 Jahren einen Seiten - sprung gewagt.   Allerhöchste Zeit, den Fehltritt der resoluten Gattin zu beichten.

Nix da! Geheiratet wird nicht.
Dann stünd` ich ja mit einem Bein
im Zuchthaus.
Thomas Stangassinger ( Egon 
Biscan , Mitte ) wehrt sich mit Händen
und Füßen gegen die Hochzeit
seiner vermeintlichen Tochter Vevi
( Cornelia Hammer ).
Rückendeckung kriegt er von seinem 
Spezi Korbinian ( Hans Stadelbauer ).

Bild : Kunz

Das Ensemble aus Oberbayern verkaufte sich einen Tag vor Silvester in der Oberpfalz mit dem höchst gelungenen Dreiakter "Das sündige Dorf" von Max Neal hervorragend. Natürlich waren alle Augen auf Cornelia Hammer gerichtet, den frisch geschlüpften Chiemgauer Familienzuwachs aus der Max-Reger-Stadt. Die bildhübsche Weidnerin hatte vor Jahren über eine hiesige Opernproduktion mit Regisseur Dieter Neuhaus ihre Leidenschaft für die Bühne entdeckt. Im Stück spielte sie jetzt bravourös die von den jStangassinger-Jungs begehrte Kellnerin Vevi.
Irrungen und Wirrungen

Max Neal lässt seine Geschichte auf dem Stangassinger-Hof spielen, wo zwei stramme Söhne heranwachsen. Unglücklicherweise verlieben sich beide in die nette, bescheidene Vevi, die oft zu Besuch kommt. Der Bauer Stangassinger weiß allerdings, dass Vevi das Produkt seiner stürmischen Jugend ist und versucht natürlich mit allen Mitteln, das Mädchen aus dem Blickfeld seiner beiden Jungs zu bringen.
Allerdings hat er dabei nicht mit seiner Frau gerechnet, die Vevi gerne als Schwiegertochter sähe. Aber auch Gattin Stasi (Mona Freiberg) hat ihre Geheimnisse mit dem Großbauern Alois Vogelhuber (Rupert Pointvogl). und Egon Biscan (Thomas Stangassinger) genug Anlass für eine Fülle witziger und absurder Situationen bot.

Das Kuckucksei
Kuckucksei untergejubelt wurde und die Hochzeit seines vermeindlichen Söhnen (Andreas Kern) mit der vermeindlichen Tochter jetzt doch stattfinden konnte, vergingen zweieinhalb fetzige Stunden, die das Zwerchfell der 900 Zuschauer strapazierten. Dank spritziger Dialoge, überraschender Handlungswendungen und einer gleichsam hochprofessionellen wie liebenswürdigen Darsteller-Riege konnte Helfrich den Weidnern einen gagreichen Theaterabend garantieren. der Applaus kam prompt.
Regisseur Bernd Helfrich inszenierte das temporeiche, volkstümliche Gute-Laune-Stück unprätentiös, dafür 
recht frisch und flockig. Dabei spielte ihm vor allem die haarsträubende Handlung in die Hände, die seinem 
beliebten Power-Pack um Hans Stadlbauer (Korbinian)

Es kracht tüchtig auf der Bühne, aber man rauft sich immer wieder zusammen. Am Ende reicht es sogar noch für eine Liaison zwischen dem kleinen Bruder Toni (Christion Burghartswieser) und  der Dorf-Pomeranze Afra (Anna Funk). Bis der Stangassinger-Bauer langsam kapierte, dass ihm vor zwei Jahrzehnten ein


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